Die überarbeitete Kosmetikverordnung EG 1223/2009 wurde kürzlich durch verpflichtende Erweiterte-Herstellerverantwortung-Regeln gestärkt. Diese neuen Anforderungen zwingen Kosmetikunternehmen dazu, sicherzustellen, dass ihre Verpackungen recycelt, wiederverwendet oder nachgefüllt werden können. Laut dem Plastics Recovery Report des vergangenen Jahres werden tatsächlich nur etwa 30 Prozent der Kunststoffverpackungen für Kosmetika recycelt. Aufgrund dieser geringen Recyclingquote suchen viele Marken nun nach alternativen Materialien, die zwar den Umweltvorschriften entsprechen, aber gleichzeitig im Ladenregal überzeugen. Glas stellt sich als eine der besten Optionen heraus, da es endlos recycelbar ist und im Laufe der Zeit seine Qualität behält. Zudem assoziieren Verbraucher Glasverpackungen oft mit hochwertigeren Produkten. Für Unternehmen, die regulatorisch konform bleiben und gleichzeitig ihr Markenimage wahren möchten, ist der Wechsel zu Glas langfristig sinnvoll.
Die Erwartungen der Verbraucher verändern sich schnell und gehen dabei Hand in Hand mit neuen Vorschriften. Laut der jüngsten Beauty-Umfrage von McKinsey aus dem Jahr 2023 legen etwa zwei Drittel der Käufer von Schönheitsprodukten großen Wert auf nachhaltige Verpackungen. Wenn es um Materialien geht, erweist sich Glas immer wieder als die vertrauenswürdigste Option für umweltbewusste Verbraucher. Glas reagiert chemisch nicht, wodurch es empfindliche Inhaltsstoffe wie Retinol und Vitamin C tatsächlich besser schützt. Außerdem passt Glas, da es unbegrenzt recycelbar ist, sehr gut zu dem verschwendungsarmen Lebensstil, den viele Menschen heute anstreben. Wir beobachten, dass dieser gemeinsame Punkt zwischen regulatorischen Anforderungen und Kundenwünschen für die Branche von großer Bedeutung wird. Unternehmen, die langsam bei der Umstellung auf Glasverpackungen sind, könnten in Märkten ins Hintertreffen geraten, in denen sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch Produktwirksamkeit für die Käufer wichtig sind.
Glas unterscheidet sich deutlich von Kunststoff, bei dem heutzutage weniger als dreißig Prozent tatsächlich ordnungsgemäß recycelt werden. Glas kann immer wieder eingeschmolzen werden, ohne dass es zu Qualitäts- oder Leistungseinbußen kommt. Diese Art der endlosen Wiederverwendung bedeutet, dass beim Recycling keine Materialdegradierung stattfindet – ein entscheidender Vorteil für zirkuläre Verpackungskonzepte, wie sie durch die Richtlinien der Europäischen Union zur erweiterten Herstellerverantwortung vorgeschrieben werden. Kosmetikunternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2030 erreichen möchten, finden in Glas einen praktikablen Lösungsansatz, der gleichzeitig die Produktqualität bewahrt und eine stabile sowie zuverlässige Versorgungskette langfristig sicherstellt.
Glas nimmt von Natur aus nichts auf und reagiert nicht chemisch, wodurch eine feste Barriere entsteht, die verhindert, dass Inhaltsstoffe abgebaut werden, oxidiert werden oder vom Behälter in das Produkt selbst übergehen. Für hochwertige Hautpflegeprodukte mit empfindlichen Inhaltsstoffen wie Retinol und Vitamin C ist dies sehr wichtig, da bereits geringste Mengen an chemischem Auslaugen oder eindringendem Sauerstoff die Wirksamkeit dieser Produkte erheblich beeinträchtigen und ihre Haltbarkeit verkürzen können. Bei Kunststoffbehältern sieht die Situation anders aus. Die meisten Kunststoffe interagieren im Laufe der Zeit tatsächlich mit dem Inhalt, was langfristig potenzielle Probleme für die Produktsicherheit und -wirksamkeit bedeuten kann.
Glasverpackungen bieten einen sehr guten Schutz gegen Einflüsse, die Kosmetika im Laufe der Zeit zersetzen, wie Sauerstoffeintrag, Feuchtigkeit und schädliche UV-Strahlen. Einige Tests haben ergeben, dass Produkte, die in Glas aufbewahrt werden, etwa 40 Prozent länger stabil bleiben als solche in herkömmlichen Kunststoffflaschen oder den edlen aluminiumbeschichteten Tuben. Je länger sie haltbar sind, desto weniger Konservierungsstoffe benötigen Hersteller, es entsteht weniger Abfall, da die Produkte nicht so schnell verderben, und Kunden erhalten Produkte, deren Leistung sich konstant vom Verlassen des Werks bis zur vollständigen Verwendung hält. Dies ist heutzutage besonders wichtig, da saubere Beauty-Produkte mit weniger Chemikalien und vielen natürlichen Inhaltsstoffen immer beliebter werden.
Wenn es darum geht, Marken ansprechender wirken zu lassen, leistet Glasverpackungen etwas Besonderes. Menschen achten auf Dinge wie das Gewicht, die Klarheit, die besonders glatten Oberflächen und das Gefühl beim Anfassen. Glas punktet zudem stark in ökologischer Hinsicht, da es unbegrenzt oft recycelt werden kann, ohne dass Chemikalien hinzugefügt werden müssen. Heutzutage betrachten verantwortungsbewusste Kunden Umweltfreundlichkeit oft als Teil von Luxus. Die gestalterischen Möglichkeiten bei Glas sind ein weiterer großer Vorteil. Marken können mit verschiedenen Optiken experimentieren – von matter Oberfläche bis hin zu aufwendigen Gravuren, einzigartigen Flaschenhalsformen oder schlichten, traditionellen Apothekerflaschen. All diese Optionen tragen dazu bei, unvergessliche Verpackungen zu schaffen, die auffallen, sobald sie geöffnet werden, wodurch ganz natürlich mehr Gespräche darüber in sozialen Medien entstehen. Bei hochwertigen Beauty-Produkten und Parfüms geht Glasverpackung über die reine Funktion des Inhaltsbehältnisses hinaus. Sie unterstreicht vielmehr, wofür die Marke steht, zeigt Liebe zum Detail und demonstriert eine echte langfristige Hingabe gegenüber Kunden und der Umwelt.
Die Nachhaltigkeitsinitiative „Sharing Beauty With All“ von L'Oréal hat Glas in den Mittelpunkt ihrer Premium-Refill-Strategie gerückt, da es sowohl ökologisch als auch ästhetisch hervorragend funktioniert. Wenn sie diese hochwertigen Refills für Hautpflege und Parfüm in Glasbehälter abfüllen, arbeiten sie aktiv an ihrem Ziel für 2030, bei dem sämtliche Verpackungen recycelbar sein sollen, und erfüllen gleichzeitig die heutigen Kundenwünsche nach Produkten, die wiederverwendet statt nach einmaliger Nutzung weggeworfen werden. Interessant ist, wie sich dies insgesamt im Kosmetiksektor widerspiegelt. Große Marken betrachten Nachhaltigkeit nicht mehr nur als kostspielige Maßnahme, sondern vielmehr als Antrieb für Innovationen. Glas hilft ihnen, mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen: gesetzliche Vorschriften einzuhalten, funktional hervorragende Leistung zu bieten und gleichzeitig jene besondere Verbindung aufrechtzuerhalten, die Verbraucher mit bestimmten Marken verbinden. Am besten ist jedoch, dass es sich hierbei nicht um ein Nischenexperiment handelt – die Lösung lässt sich auch problemlos für die Massenproduktion skalieren.
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